La Stüa

 

CheRoba & il Fiato delle Alpi
CheRoba & il Fiato delle Alpi Kompositionsauftrag mit Unterstützung von Pro Helvetia

In „La Stüa“ erfindet Marco Santilli Geschichten mit der Klarinette. Das Projekt wurde vom Festival Alpentöne in Auftrag gegeben und dort 2015 auch uraufgeführt. Marco Santilli und sein schweizerisch-italienisches Jazz-Quartett entführen in musikalische Klangwelten geprägt von Kindheits-Erinnerungen, Begegnungen und geschichtlichen Ereignissen aus der Region Leventina. Als Erweiterung der Band hat Santilli, der klassisch ausgebildete Klarinettist und Komponist, auf eine bekannte Formation zurückgegriffen: das Bläserquintett. Allerdings besetzt er es mit tieferen Instrumenten: Altflöte, dazu Englischhorn statt Oboe und Kontrabass-Klarinette sorgen mit Horn und Fagott für warme, satte Klangfarben. Wunderbare Geschichten aus der Heimat, zwischen Jazz, Klassik und Volksmusik.

CheRoba

Marco Santilli (Klarinette, Bassklarinette, Kompositionen) 
Lorenzo Frizzera (Gitarren)
Ivan Tibolla (Klavier, Akkordeon, Flöte) 
Fulvio Maras (Perkussion)

Bläserquintett il Fiato delle Alpi

Isabell Weymann (Altflöte, Flöte, Piccolo)
Davide Jäger (Englischhorn, Oboe)
Tomas Gallart (Waldhorn) 
Alessandro Damele (Fagott) 
Filipa Nunes (Kontrabassklarinette, Klarinette)

Programm

Sächsilüüte Ein Musikstück mit dem Marco sein Kindheitstrauma des brennenden Bööggs verarbeitet und das gleichzeitig als Hommage an die „zurighesi“ dient – diese kuriosen Bewohner nördlich der Alpen, die er als Kind in der Stüa des Museums unterhalten hat und zu denen er jetzt selbst gehört.

Tangu da Wassen Ein Ausdruck, den einst die Leventiner für deutschschweizer Volksmusik verwendeten. Mit einem Augenzwinkern werden dem Ort Wassen, gelegen auf der Nordseite des Gotthards, diese dem Tango fernen Rhythmen gewidmet.

Strada alticcia “Betrunkener Weg“, den sich eine der vielen verschwitzten Wandergruppen auf der Strada alta mit einem Flachmann im Gepäck erleichtert. Keine Frage! Beim Anstieg des letzten Abschnitts wird die Musik beständig dissonanter.

La Giornico liberata Die Befreiung von Giornico. Ein episches Stück mit kontrastierenden Stimmungen, inspiriert durch die „Schlacht bei Giornico“, 1478.

Morbus helveticus Die bekannte Krankheit, die Sehnsucht nach der Heimat, die Zerrüttung und Entkräftung der Schweizer Söldner. Der Kuhreihen war ihnen verboten, um Heimweh und Desertion zu unterbinden.

Giorni di Giornico Strahlend blauer Himmel, rundum zirpende Grillen. Giornico-Claro 1:0. Das einzige Tor, das Marco je in einem offiziellen Spiel schoss – gekickt mit verlöcherten Turnschuhen. Wenn nur kein weiterer Spieler ein Goal erzielt… Der Sieg soll ihm allein zu verdanken sein.

Sette Zahl oder Substantiv? Sieben oder Sekten? Ein Wort mit verschiedenen Bedeutungen. Ein Hinweis auf die sieben Kirchen des 900 Seelendorfes Giornico? John Locke fände Gefallen daran.

Variationen über den Namen Hesse H-E-Es-Es-E: Hesses besondere Noten. Der Roman Siddharta zählte zu den Pflichtlektüren während der Jugendzeit.

When Hermann meets Hari Hypothetisches Treffen zwischen Hermann Hesse und George Harrison, beide wohnten in Montagnola, wenn auch in verschiedenen Epochen.

Serenada in minur Inspiriert durch ein gleichnamiges Gedicht in Tessiner Mundart von Giuseppe Arrigoni aus Balerna, beschreibt dieses Stück die Behaglichkeit der Stube. „Cantava ‘n clarin…“

Musikausschnitte

CD erscheint im Januar 2017, Unit Records

Medien

Frühere & zukünftige Auftritte

Intern. Musikfestival Alpentöne, Jazzclub MOODS Zürich, Teatro Sociale Bellinzona, Kellertheater La Marotte Affoltern a.A., Jazzmusik in Sarnen, Festival Label Suisse Lausanne, Kulturkarussell Rössli Stäfa, Lenzburgiade, Dazio Grande Leventina, Pro Ticino Zürich, Chorus Jazzclub Lausanne

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