Sujazzstiva

CD soon to be co-produced with Swiss Radio SRF2 at Hardstudios Winterthur.

Marco Santilli cl, bcl, comp
Lorenzo Frizzera class-g, ac-g, 12-strings-g
Ivan Tibolla p
Fulvio Maras perc
Isabell Weymann fl, afl, picc
Davide Jäger eh, ob
François Rieu hn
Alessandro Damele bn
Azra Ramic cbcl

Marco Santilli widmete sich nach den akademischen Studien und Erfahrungen in verschiedenen Sinfonieorchestern der Improvisation und Komposition. Er mischte Einflüsse von Jazz, Weltmusik, Klassik, Folk bis hin zu Rock und Minimal Music. Improvisation und musikalischer Text verschmelzen zu einem neuen, persönlichen Stil, der sich Klassifikationen entzieht. Wenn wir jedoch »Sujazzstiva« kategorisieren müssten, würden wir diese Arbeit in der Sparte ›Jazz‹ finden. Jazz im Sinne von offener und ›italienischer‹ Musik. Italienisch? Ja, denn seine Instrumentalstücke widerspiegeln Atmosphären, Motive und Melodien, kurz: die Musikalität seiner Muttersprache. Legenden und Sagen aus dem Tessiner Alpenraum, seiner Heimat, ziehen sich als ›roter Faden‹ durch die Stücke. „Kompositionen mit einer Geschichte sind stärker“, davon ist Santilli überzeugt.

Wahrscheinlich zum ersten Mal tritt ein Jazzquartett mit einem klassischen Bläserquintett in einen musikalischen Kontext – ›(CH)ontaminato‹. Das Jazzquartett »CheRoba« wurde um das Quintett »il Fiato delle Alpi« (der Atem der Alpen) erweitert, das hier durch Instrumente mit einem tieferen Register vertreten ist: Altflöte, Englischhorn und Kontrabassklarinette, die zusammen mit Waldhorn und Fagott dazu beitragen, warme, intensive, an Obertönen reiche Klänge zu erzeugen. Mit Sicherheit eine weltweit einzigartige Musikformation.

Ob „alte Märchen und Legenden unserer Herkunft“ oder „überliefertes folkloristisches Erbe“, egal wie man das nennt, Marco Santilli gefiel die Idee, die Geschichten eines ›kollektiven Unbewussten‹ (C. G. Jung) in der Musik zu verewigen. Erzählungen, die manchmal so überraschend sind, dass sie das moderne Fantasy-Genre übertreffen. Das wunderbare Gefühl des Übernatürlichen regte ihn an, mit ›irdischen‹, akustischen Musikinstrumenten nach unerhörten Klangmischungen zu suchen, wie um jene Protagonisten einer bäuerlichen Realität zu symbolisieren, die sich mit den legendären Geschichten in der ›stüa‹ (Stube) ihres Heims unterhielten.

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Franco Bassi “Noir”
Jacqueline & Walter Rost-Roche “Sana follia”
Helene Blass “Viaggio al Sabba”
Mariella Orelli “Curéija du drèisc”
Paolo Peduzzi “Cose svizzere notturne segrete”